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Großdemo für vereintes Belgien

Brüssel. Rund 30000 Menschen haben am Sonntag bei einem Protestmarsch durch die belgische Hauptstadt Brüssel eine schnelle Regierungsbildung gefordert. Die Demonstranten warfen den Parteien vor, die Lösung der politischen Krise in Belgien seit Monaten zu verschleppen. Im April vergangenen Jahres war die damalige Regierungskoalition unter Yves Leterme zerbrochen. Die Neuwahlen im Juni gewann im flämischsprachigen Landesteil die Neu-Flämische Allianz (NVA), die für ein unabhängiges Flandern und damit für das Ende des heutigen Belgien eintritt. Seither sind mehrere Anläufe zur Einigung über eine Staatsreform als Voraussetzung für die Regierungsbildung gescheitert. Der NVA wird deshalb vorgeworfen, an einer Regierungsbildung gar nicht ernsthaft interessiert zu sein, weil die Instabilität die Chancen für eine Abspaltung Flanderns erhöhen könnte. Vor diesem Hintergrund hatten die Organisatoren des Protestmarschs das Motto »Schande« gewählt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2011, Seite 1, Ausland

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