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Berisha soll Waffen geschmuggelt haben

Belgrad. Eine Belgrader Zeitung hat dem albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha vorgeworfen, während des Kosovo-Konflikts von 1998 bis 1999 in großem Stil Waffen geschmuggelt zu haben. Ein Haus in Berishas Besitz unweit der Grenze zur damals noch zu Serbien gehörenden Provinz Kosovo habe als »Zentrale für Waffenverkäufe« gedient, berichtete die Zeitung Politika am Montag unter Berufung auf die serbische Staatsanwaltschaft. Sie zitierte umfangreich aus den Aussagen von vier Mitgliedern der damaligen kosovarischen Rebellenbewegung UCK, die während des Konflikts von serbischen Soldaten festgenommen worden waren. Mitte Dezember hatte der Schweizer Europaratsabgeordnete Dick Marty in einem Bericht den früheren UCK-Führer und amtierenden Ministerpräsidenten des Kosovo, Hashim Thaci, sowie andere früher UCK-Führer beschuldigt, Ende der 1990er Jahre am illegalen Handel mit den Organen serbischer Gefangener beteiligt gewesen zu sein. Der Europarat wird sich voraussichtlich Ende Januar mit dem Bericht befassen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2010, Seite 6, Ausland

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