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Kosovo-Organhandel von UN vertuscht

Belgrad. Serbien hat Ermittlungen gegen die UN-Mission im Kosovo wegen der Vertuschung von illegalem Organhandel durch die kosovarische Rebellengruppe UCK gefordert. Wie die serbische Zeitung Blic am Sonntag berichtete, forderte Serbien vom Den Haager Jugoslawien-Tribunal eine Untersuchung der Rolle von Sören Jessen Petersen, dem UN-Chef im Kosovo zwischen 2004 und 2006. Der jüngst vorgelegte Bericht des Europarats zum Organhandel zeige, daß die UN-Truppe UNMIK die Ermittlungen behindert habe und entsprechenden Spuren 2004 nicht nachgegangen sei.

Der Sonderberichterstatter des Europarats, der Schweizer Dick Marty, beschuldigt in dem Bericht den amtierenden kosovarischen Ministerpräsidenten Hashim Thaci und andere frühere UCK-Führer, während der Jahre 1998 bis 2000 am Handel mit den Organen serbischer Gefangener beteiligt gewesen zu sein.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.12.2010, Seite 1, Ausland

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