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Iran kürzt ­Subventionen

Teheran. Die Iraner müssen seit Sonntag deutlich höhere Preise für Energieprodukte zahlen. Es handle sich um den »größten Wirtschaftsplan des Landes«, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Samstag abend im Staatsfernsehen. Besonders betroffen sind die Benzin- und Dieselpreise. Ziel der Regierung sei es, die direkten Subventionen auf Energieprodukte und Lebensmittel nach und nach abzuschaffen. Nach dem neuen Plan wurde der Preis für subventioniertes Benzin um das Vierfache auf 40 US-Cent erhöht, der für nichtsubventioniertes Benzin stieg um 75 Prozent auf 70 Cent. Der Brotpreis soll nach Regierungsangaben »für den Moment« nicht ansteigen, eine Erhöhung könnte aber in den kommenden Wochen beschlossen werden. Um die Preis­erhöhungen zu kompensieren, hat die Regierung begonnen, einen Teil der erwarteten Einnahmen in Form direkter Hilfe an die Bevölkerung auszuzahlen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2010, Seite 1, Ausland

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