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Genkartoffel wieder freigegeben

Schwerin. Der BASF-Konzern kann seine in Mecklenburg-Vorpommern geernteten genveränderten Kartoffeln der Sorte Amflora weiter verwenden. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) teilte am Mittwoch mit, er habe die im September beschlagnahmte Ernte zum größten Teil wieder freigegeben. Die Kartoffeln waren sichergestellt worden, nachdem auf einem Amflora-Versuchsfeld von BASF in Schweden Verunreinigungen mit einer nicht zugelassenen Genkartoffel festgestellt worden waren. 120 Tonnen der Amflora-Ernte kann BASF im nächsten Frühjahr als Pflanzkartoffel verwenden. Vernichtet werden müssen 18 Tonnen, weil sie oben genannte Verunreinigung aufwiesen. Die EU hatte den kommerziellen Amflora-Anbau im Frühjahr genehmigt.

Mehrere Staaten haben die Aussaat unter Hinweise auf Umweltrisiken allerdings verboten. Die Kartoffel soll für die industrielle Stärkeproduk­tion eingesetzt werden. Umweltschützer befürchten Auskreuzungen und ein Eindringen in die menschliche Nahrungskette. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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