Zum Inhalt der Seite

Flüchtlinge protestieren weiter

Augsburg. In einem Augsburger Flüchtlingslager treten immer mehr Migranten in den Hungerstreik. »Wir streiken bis zum Tod«, sagte der Sprecher der Flüchtlinge, der 21jährige Samuel Rufus aus Nigeria am Dienstag. Laut Rufus beteiligen sich rund 80 bis 95 Prozent der 250 bis 300 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft. Bereits seit vergangener Woche verweigern zahlreiche Flüchtlinge in Augsburg die Annahme der Essenspakete. Sie wollen statt dessen Bargeld, um sich eigene Nahrungsmittel kaufen zu können. Bei den Behörden heißt es, man habe bezüglich der Essenspakete keinen Spielraum. Das Asylrecht sehe das Sachleistungsprinzip vor.

(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 24.11.2010, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!