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Wunsiedel: Protest gegen Neonaziaufmarsch

Bayreuth/Wunsiedel. An Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch im oberfränkischen Wunsiedel haben sich am Samstag rund 500 Menschen beteiligt. Nach Angaben der Polizei fanden seit dem Morgen in der ganzen Stadt Aktionen statt. Die Zahl der Teilnehmer am NPD-Aufmarsch schätzte die Polizei am Mittag auf 150.

Die Neonazipartei wollte mit der Veranstaltung an ihren vor einem Jahr gestorbenen Vizechef Jürgen Rieger erinnern. Das Verwaltungsgericht Bayreuth hatte den Aufmarsch unlängst genehmigt. Die Neonazis durften allerdings auf Transparenten nicht den in Wunsiedel begrabenen Nazikriegsverbrecher Rudolf Heß erwähnen. Rieger hatte in Wunsiedel viele Jahre lang Aufmärsche zum Gedenken an Hitlers Stellvertreter organisiert. Seit 2005 sind diese Märsche verboten.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2010, Seite 2, Inland

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