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Downing Street verteidigt Kürzungen

London. Die britische Regierung hat am Donnerstag ihre Sparpläne gegen den Vorwurf verteidigt, sie seien sozial unausgewogen und verfehlten ihr Ziel. Einen Tag nach Vorstellung der Pläne, die massive Budgetkürzungen und Stellenstreichungen vorsehen, sagte Finanzminister George Osborne dem Rundfunksender BBC, die Entscheidungen seien »hart, aber fair«. Wirtschaftsexperten des angesehenen Institute for Fiscal Studies (IFS) warnten hingegen, die Sparmaßnahmen würden die Menschen in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung härter treffen als jene in der oberen Hälfte. Auch der finanzpolitische Sprecher der oppositionellen Labour-Partei, Alan Johnson, nannte die geplanten Einschnitte am Donnerstag »unfair und unklug«. Er sagte der BBC, seine Partei hätte in der Regierungsverantwortung einen weniger radikalen Weg gewählt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2010, Seite 1, Ausland

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