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foodwatch lobt »Internetpranger«

Saarbrücken. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat den von Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) geplanten »Internetpranger« gegen den Schwindel bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln begrüßt. Der stellvertretende Geschäftsführer der Organisation, Matthias Wolfschmidt, sagte der Saarbrücker Zeitung (Dienstagausgabe), damit erkenne die Bundesregierung endlich an, daß die Verbraucher ein flächendeckendes Problem hätten. »Man findet praktisch in jedem Regal heute Produkte, bei denen Eigenschaften versprochen werden, die das Produkt nicht halten kann.« Als Beispiele nannte Wolfschmidt den Begriff »natürliches Aroma«. Tatsächlich werde das Aroma häufig aus irgendeiner Substanz in der Natur gewonnen, etwa aus Schimmelpilzen oder Holzresten.

Eine Internetseite könne nie alle erreichen, sagte Wolfschmidt. »Eine wirkliche Lösung gibt es nur, wenn die Regierung sich daranmacht, die Regeln für die Hersteller zu ändern«, und das auch auf EU-Ebene. In dieser Hinsicht habe man von der Ministerin bislang »keine ernstzunehmende Initiative gesehen«. (ots/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2010, Seite 4, Inland

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