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Bundesregierung bleibt neutral

Berlin. Die Bundesregierung will nicht in den Übernahmekampf um Deutschlands größten Baukonzern Hochtief eingreifen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin, die Bundesregierung glaube nicht, daß an dem Verhalten des spanischen Kauf­interessenten ACS rechtlich »irgendetwas auszusetzen sei«. Eine zuvor ins Spiel gebrachte Änderung des Übernahmegesetzes bezeichnete er als »eher unwahrscheinlich«. Auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnte ein Engagement für Hochtief erneut ab. Er greife nicht »in einen Marktprozeß ein, der in vielen Bereichen stattfindet«, erklärte er in Berlin. Zuvor hatten IG BAU und SPD an die Kanzlerin appelliert, die Übernahme zu verhindern, da andernfalls eine Zerschlagung des Konzerns drohe. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.10.2010, Seite 5, Inland

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