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Afghanistan: Schüsse auf Demonstranten

Baraki Barak. Bei anhaltenden Protesten (Foto von Freitag) gegen die von einem rassistischen US-Pastor zwischenzeitlich angedrohte Koran-Verbrennung sind in Afghanistan am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Die afghanische Polizei hatte das Feuer auf die Demonstranten eröffnet, die Parolen gegen die USA, US-Präsident Barack Obama und die »Marionettenregierung« von Präsident Hamid Karsai gerufen hätten. Dabei seien zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden.

»Wir haben versucht, die Demonstranten davon zu überzeugen, daß keine Koran-Exemplare mehr verbrannt werden«, sagte der Gouverneur des Distrikts Baraki Barak in der östlichen Provinz Logar, Mohammad Amin Rahim. Dennoch hätten etwa 200 bis 300 Demonstranten drei Polizeiabsperrungen in Brand gesteckt. »Die Polizei hat zunächst in die Luft geschossen, aber das hat nicht gereicht«, sagte Rahim.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2010, Seite 1, Ausland

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