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Serbiens Kompromiß

Pristina. Die Regierung des Kosovo hat die Entscheidung Serbiens begrüßt, seinen Entwurf einer Kosovo-Resolution für die Vereinten Nationen abzuschwächen. Es sei erfreulich, daß die serbische Regierung einen neuen, von der EU und den USA vorbereiteten Resolutionsentwurf akzeptiert habe, erklärte die kosovarische Regierung am Donnerstag in Pristina. Der Entwurf stelle fest, daß der Status quo Bestand habe: Er verwerfe »jede Möglichkeit für Verhandlungen über den politischen Status des Kosovo«, hieß es in Pristina. Die ehemalige serbische Provinz Kosovo hatte im Februar 2008 ihre Unabhängigkeit von Belgrad erklärt. Serbien erkennt dies nicht an.

Der serbische Präsident Boris Tadic hatte am Mittwoch mitgeteilt, daß in dem neuen Resolutionsentwurf nun zu einem »Dialog« zwischen Serbien und dem Kosovo aufgerufen werde. Der Text sei die »Frucht eines Kompromisses« und zeige Serbiens »ehrlichen Wunsch«, alle Fragen auf partnerschaftliche Weise zu lösen. Die Bezeichnung der »einseitigen Abspaltung« des Kosovo als »inakzeptable Methode« wurde aus dem Resolutionsentwurf gestrichen.


(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2010, Seite 6, Ausland

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