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Buback-Sohn wird Nebenkläger

Karlsruhe. Michael Buback, Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, wird in dem Prozeß gegen die frühere RAF-Angehörige Verena Becker ab dem 30. September in Stuttgart als Nebenkläger auftreten. Er hoffe, daß dann nicht nur die Tat aufgeklärt werde, sondern auch, warum die Aufklärung so lange gedauert habe, sagte Buback dem Deutschlandradio am Montag. Becker wird beschuldigt, an der Planung und Vorbereitung des Attentats beteiligt gewesen zu sein. Buback erneuerte seine Kritik an den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft und warf den Behörden vor, sie hätten die Aussagen von »vielen Zeugen« des Attentats nicht aufgenommen und »irgendwie versickern und verschwinden« lassen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2010, Seite 4, Inland

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