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Wehrpflicht bleibt in der Schwebe

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will ihre Position zur Zukunft der Wehrpflicht erst nach den Parteitagen von CDU und CSU festlegen. Das erklärte Regierungsprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Am Ziel der Haushaltsklausur, daß das Verteidigungsministerium 8,3 Milliarden Euro bis zum Jahr 2014 einsparen soll, werde allerdings festgehalten. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat am Montag den Fachpolitikern der Koalition seine Empfehlungen erläutert Bei dem von ihm favorisierten Modell würde sich die Bundeswehr aus 156000 Zeit- und Berufsoldaten, sowie 7500 freiwillig Wehrdienstleistenden zusammensetzen. Die Wehrpflicht soll demnach nicht abgeschafft, sondern lediglich ausgesetzt werden.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2010, Seite 5, Inland

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