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USA: 28 Monate Haft für Umweltaktivistin

Washington. Wegen zweier gewaltfreier Protestaktionen gegen den BP-Konzern ist die Umweltschutzaktivistin Diane Wilson am Freitag in Washington zu fast zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Wegen der Störung einer Ausschußsitzung des US-Senats sowie der Anhörung des damaligen BP-Geschäftsführers Tony Hayward wurde sie vom Superior Court der US-Hauptstadt zu insgesamt 840 Tagen Haft verurteilt. Allerdings verzichtete die Staatsanwaltschaft am Freitag zunächst darauf, Wilson tatsächlich ins Gefängnis zu schicken. Bedingung für die Aussetzung des Haftbefehls ist jedoch, daß sie ein Jahr lang nicht verhaftet wird. Darüber hinaus wurde Wilson für neun Monate aus Washington verbannt, sie darf den Sitz der Regierung in dieser Zeit nicht betreten. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2010, Seite 6, Ausland

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