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Mittelstand will ­Urlaub kürzen

Berlin. Abhängig Beschäftigte in der Bundesrepublik Deutschland sollen nach dem Willen des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft künftig zwei Wochen Urlaub weniger pro Jahr erhalten. Sechs Wochen seien zuviel, vier Wochen reichten völlig aus, sagte Vorstandsvorsitzende Ursula Frerichs der Bild-Zeitung (Freitagausgabe). Frerichs begründete die Forderung damit, daß Deutschland bei den Urlaubstagen weltweit an der Spitze läge. Zudem könnte eine Urlaubskürzung die aktuelle positive konjunkturelle Entwicklung unterstützen. Tatsächlich liegt der gesetzliche Urlaubsanspruch in Deutschland bereits bei vier Wochen (20 Tage). Einer Studie der Unternehmensberatung Mercer vom vergangenen Jahr zufolge ist die BRD damit, gemeinsam mit Ländern wie Lettland, Slowakei und Zypern, das Schlußlicht in Europa. In Frankreich und Finnland liegt der Anspruch bei 30 Tagen, in Großbritannien bei 28, in Polen bei 26, in Österreich, Schweden und Norwegen bei 25 Tagen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2010, Seite 5, Inland

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