Zum Inhalt der Seite

Privatisierung des Irak-Kriegs

Washington. Nach dem offiziellen Abzug ihrer Kampftruppen aus dem Irak setzen die USA beim Schutz ihrer Einrichtungen vor Ort verstärkt auf die Dienste privater Sicherheitsfirmen. Das Außenministerium in Washington bestätigte am Donnerstag (Ortszeit), daß es die Zahl der im Irak eingesetzten Söldner verdoppeln werde. Teilweise sollten irakische Streitkräfte die abgezogenen US-Soldaten ersetzen, aber es müsse sichergestellt sein, daß etwa »unsere Diplomaten und Entwicklungshelfer gut geschützt sind«, sagte Außenamtssprecher Philip Crowley in Washington. Private Sicherheitsunternehmen sind im Irak auch für »private« Organisationen und andere Einrichtungen im Einsatz. Die Gesamtzahl der Söldner dort wird auf mehrere zehntausend geschätzt. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.08.2010, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!