Zum Inhalt der Seite

Bundesfinanzhof ermahnt Länder

München. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat die Länder ermahnt, die der Grundsteuer zugrundeliegende sogenannte Einheitsbewertung für Grundvermögen neu festzusetzen. Der derzeitige Rückgriff auf jahrzehntealte Schätzungen sei in Bälde mit dem Gleichheitssatz nicht mehr vereinbar, heißt es in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil. (Az: II R 60/08) Die Grundsteuer ist eine wichtige, konjunkturunabhängige Einnahmequelle der Kommunen. Diese nahmen nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebunds 2009 9,63 Milliarden Euro Grundsteuer ein, das waren 15 Prozent aller Steuereinnahmen der Kommunen. Sie gilt als Gegenleistung für die von den Kommunen bereitgestellte Infrastruktur. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!