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Wieder Todesfall bei Foxconn

Peking. In China hat es in einem Werk des Elektronikherstellers Foxconn einen neuen Todesfall gegeben. Wie das taiwanische Unternehmen, das hauptsächlich in der VR China produziert, am Freitag mitteilte, stürzte eine 22jährige Mitarbeiterin des Werks in Kunshan in der östlichen Provinz Jiangsu aus dem Fenster eines Wohnheims. Die Behörden untersuchten den Vorfall.

Seit Jahresbeginn hatten in mehreren chinesischen Werken des weltgrößten Elektronikherstellers (400000 Beschäftigte) 13 Arbeiter Selbstmord begangen. Arbeitsrechtsorganisationen hatten für die Suizide unter den Foxconn-Beschäftigten schlechte Arbeitsbedingungen bei niedrigen Löhnen verantwortlich gemacht. Foxconn kündigte daraufhin an, die Löhne in Shen­zhen zum Oktober um knapp 70 Prozent anzuheben, will aber einen Teil seiner Produktion nach Zentralchina verlagern, weil dort das Lohnniveau erheblich niedriger ist. Das Unternehmen fertigt im Auftrag westlicher »Markenhersteller« diverse elektronische Produkte wie das iPhone von Apple.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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