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45 Tote bei Anschlag auf Miliz im Irak

Bagdad. Ein Selbstmordanschlag auf irakische Sicherheitskräfte hat am Sonntag südwestlich von Bagdad mindestens 45 Menschen das Leben gekostet. Das Attentat richtete sich gegen die sunnitische Sahwa-Miliz, die gemeinsam mit den Regierungstruppen kämpft. Die Miliz war auch Ziel eines zweiten Angriffs, bei dem in der Provinz Anbar drei Mitglieder getötet wurden. Der erste Attentäter zündete seinen Sprengsatz an einem Kontrollpunkt im Bezirk Radwaynija, als Mitglieder der Sahwa gerade Schlange standen, um ihren Lohn abzuholen. »Mehr als 150 Menschen saßen auf dem Boden, als die Explosion kam«, sagte der verletzte 24jährige Udai Chamis. »Da waren mehr Tote als Verletzte.« Es war nicht klar, ob auch irakische Soldaten und Zivilisten unter den Opfern waren. Bei der Mehrheit der Getöteten dürfte es sich aber um Sahwa-Mitglieder gehandelt haben. Aus Militärkreisen verlautete, der Attentäter habe offenbar eine Sprengstoffweste getragen.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.07.2010, Seite 6, Ausland

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