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Weltgesundheitsorganisation

Fast 1.000 Ebola-Tote in der Demokratischen Republik Kongo

Foto: Prosper Heri Ngorora/AP/dpa
Unter Kriegsbedingungen kann sich das tödliche Ebolavirus um so leichter ausbreiten (Bunia, 20.7.2026)

Genf. In der Demokratischen Republik (DR) Kongo ist die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf fast 1.000 gestiegen. Von den insgesamt 2.473 nachweislich Infizierten in der DR Kongo starben 999 an der hochansteckenden Krankheit, wie die WHO am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden mitteilte. Im Nachbarland Uganda gibt es demnach 20 bestätigte Infektionsfälle, zwei Menschen starben.

Bei den in Uganda aufgetretenen Fällen handelt es sich laut Behörden überwiegend um nach Uganda eingereiste Staatsbürger der DR Kongo. Demnach wurden in Uganda seit drei Wochen keine neuen Fälle mehr festgestellt. In der DR Kongo betrifft der Ebolaausbruch dagegen fünf Provinzen. Er konzentriert sich vor allem auf die Provinz Ituri, in der sich bewaffnete Gruppen bekämpfen.

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Wegen der Armut und der Gewalt erfordere die Eindämmung des Ausbruchs in Ituri »enorme Ressourcen«, erklärte Trish Newport von Ärzte ohne Grenzen (MSF) in der Provinzhauptstadt Bunia. Einige Ebolatote würden von ihren Angehörigen ohne Schutzmaßnahmen beigesetzt – was die Ausbreitung der Infektion beschleunige. »Ein einziger Todesfall kann zu bis zu 17 Übertragungen führen«, sagte Newport.

Der jüngste Ebolaausbruch war Mitte Mai von der seltenen Bundibugyovariante des Ebolavirus ausgelöst worden, gegen die es weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt. Ebola verläuft oftmals tödlich, die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. (AFP/jW)

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Erschienen am 23.07.2026, Ausland

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