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Tagebuch eines ­Fußballmuffels

Von Maik Hölzel
Ich sitze im Restaurant und warte auf meine Bestellung. Neben mir steht der obligatorische Großbildschirm. Die Spieler huschen hin und her, der Ball fliegt so schnell, daß ich ihn gar nicht verfolgen kann. Jedoch kein Tröten, keine Kommentare beleidigen mein Ohr. Gebannt folge ich dem Spiel, als die Bedienung kommt. »Schön, daß wenigstens der Ton ausgeschaltet wurde«, lobe ich sie. Ungläubig starrt sie mich an und meint im Gehen »Das ist ein Aquarium.«
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2010, Seite 16, Sport

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