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Ströbele kritisiert Nebenjobs mit Mandat

Düsseldorf. Statt sein Abgeordnetenmandat ernst zu nehmen, tingelt Exminister Peer Steinbrück lieber durch die Gegend und läßt sich seine dabei gehaltenen Vorträge teuer bezahlen. Dies ist der Extrakt der Vorwürfe, die der SPD-Finanzexperte und frühere Regierungschef von Nordrhein-Westfalen sich jetzt von Hans-Christian Ströbele gefallen lassen muß. Es sei unanständig, daß »Steinbrück seit der Bundestagswahl für Vorträge Tausende Euro kassiert hat«, monierte der einzige jemals per Direktmandat gewählte Abgeordnete der Grünen im Bundestag am Donnerstag gegenüber Handelsblatt online. Es sei ein »Mißbrauch des Mandats, wenn sich Leute wählen lassen und dann hauptsächlich hochbezahlten anderen Tätigkeiten nachgehen«, so Ströbele.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.06.2010, Seite 1, Inland

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