-
25.06.2010
- → Feuilleton
Nie wieder Deutsch
Ewig klafft das Sommerloch. Der Autor und Literaturwissenschaftler
Hanns-Josef Ortheil hält den schulischen Deutschunterricht
für entbehrlich. »Ich schlage inzwischen vor, den jungen
Leuten die Schulbildung im Fach Deutsch zu ersparen. Denn was
gegenwärtig dabei herauskommt, ist den Namen nicht
wert«, sagte der 58jährige der Welt (Donnerstagausgabe).
Was er von seinen Studenten erwarte, seien »eine starke
Bindung an Lieblings- und Vorbild-Texte, eine sehr gute Kenntnis
der Gegenwartsliteratur und eine geschulte, in Jahren lustvoll
entwickelte Schreibfähigkeit«. All das böten die
Schulen seiner Einschätzung nach nicht. Vielmehr sei das Fach
Deutsch »zu einer Gerätestube für oft geradezu
haarsträubendes Dauer-Interpretieren von willkürlich
herangezogenen Textbrocken geworden«. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton