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Streit um Ausmaß der Ölpest in USA

Washington. Das Ausmaß der Ölpest im Golf von Mexiko könnte laut einer internen Einschätzung des Konzerns BP noch verheerender sein als zuletzt angenommen. Im schlimmsten Fall könnten aus dem lecken Bohrloch in mehr als 1500 Metern Tiefe täglich bis zu 100000 Barrel (15,9 Millionen Liter) Öl austreten, heißt es in dem Bericht des Konzerns an den US-Kongreß, den der demokratische Abgeordnete Ed Markey am Sonntag veröffentlichte. Derzeit schätzt die US-Regierung, daß bis zu 65000 Barrel am Tag in den Golf von Mexiko fließen. Im TV-Sender NBC warf der US-Parlamentarier dem Konzern nun vor, »entweder zu lügen oder schlicht inkompetent« zu sein: »Erst sprechen sie von 1000 Barrel, dann von 5000 Barrel, jetzt sind es schon bis zu 100000 Barrel«, sagte er.

BP wies die Vorwürfe zurück. Der Bericht werde »völlig falsch interpretiert«, sagte Sprecher Robert Wine der Nachrichtenagentur AFP. Er wies darauf hin, daß die Schätzungen auf Bedingungen beruhten, die nie eingetreten seien. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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