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Korrigierte Zahlen zur Ölpest in USA

Houston. Aus dem Bohrloch im Golf von Mexiko läuft nach jüngsten Angaben von Experten bis zu zwei Mal so viel Öl aus wie bislang vermutet. Demnach wären inzwischen 160 Millionen bis 380 Millionen Liter Öl in die Gewässer vor der Südküste der USA geströmt. Wissenschaftler legten die neuen Zahlen nach Konsultationen mit der Regierung am Donnerstag (Ortszeit) vor. Es war bereits das dritte Mal seit Beginn der Ölkatastrophe im April, daß die Schätzungen nach oben korrigiert wurden.

Täglich traten demnach bis zu acht Millionen Liter aus, wie die Direktorin des Geologischen Dienstes, Marcia McNutt, sagte. Sie koordiniert die unterschiedlichen Schätzungen der Experten. Die Angaben gelten für den Austritt vor dem 3. Juni, als ein beschädigtes Steigrohr abgesägt und ein Absaugtrichter über die defekte Bohrleitung gestülpt wurde. Nach dem Absägen trat nach Angaben des Konzerns BP bis zu 20 Prozent mehr Öl aus, über den Trichter wurden bislang mehr als elf Millionen Liter abgesaugt.
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(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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