-
09.06.2010
- → Inland
Howoge: 18 Verstöße gegen Vergaberecht
Berlin. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge in Berlin
hat nach Medienberichten bei der Erteilung von
Planungsaufträgen häufiger das Vergaberecht
mißachtet, als bisher bekannt war. Im Zeitraum von Mitte 2002
bis Ende 2009 sei es in 18 von 24 geprüften Fällen zu
Vergaberechtsverstößen bei der Beauftragung von
Architekten- und Ingenieursleistungen gekommen, berichtet die
Berliner Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf den bislang
unveröffentlichten Abschlußbericht zur
Howoge-Affäre. Zu den Hauptprofiteuren gehöre das
Ingenieurbüro des SPD-Politikers Ralf Hillenberg. Das
Planungsbüro habe vier Aufträge allein erhalten, weitere
vier Aufträge seien an eine Arbeitsgemeinschaft aus
Hillenbergs Firma und einer Ingenieurgesellschaft gegangen. Es
lägen »systematische Verstöße gegen das
Vergaberecht vor«, heißt es der Zeitung zufolge in dem
Bericht einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und einer
Anwaltskanzlei.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland