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Wieder Wendehälse

Die ehemaligen Braunkohletagebauflächen der DDR haben sich zu Vogelparadiesen entwickelt. Viele gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten finden in den kargen und menschenleeren Gruben ideale Lebensbedingungen, erklärt Patrick Franke vom Leipziger Ornithologenverband. Im ehemaligen Tagebau Espenhain südlich von Leipzig haben sich ihm zufolge in den vergangenen Jahren wieder rund 20 Wendehals-Brutpaare (Foto) niedergelassen. Der Vogel wird vom Naturschutzverband NABU: als stark gefährdet eingeschätzt. Auch die ehemaligen Tagebauflächen der Lausitz sind zur Heimat seltener Vögel geworden. Dort gebe es mittlerweile wieder Populationen von Wiedehopf und Brachpieper, weiß Alexander Harter vom Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland. Der Brachpieper gilt als vom Aussterben bedroht, der Wiedehopf als stark gefährdet. Tagebaue gab es in der DDR auf etwa 100000 Hektar. Nach ihrem Ende wurden für bisher knapp 8,8 Milliarden Euro die Gruben geflutet und renaturiert.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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