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Verband verweigert Tarifverhandlungen

Berlin. Der Arbeitgeberverband Neue Brief- und Zustelldienste (AGV NBZ) ist der Aufforderung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag zu Mindestentgeltbedingungen für die Briefdienste aufzunehmen, nicht gefolgt und hat den dazu für Donnerstag anberaumten Termin verstreichen lassen. Das teilte ver.di am am Freitag mit. Mittlerweile zweifle man an der prinzipiellen Bereitschaft des Verbandes, überhaupt einen Mindestlohntarifvertrag abzuschließen, erklärte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Laut einer Erhebung der Bundesnetzagentur werden in der Branche teilweise Stundenlöhne von 5,50 Euro gezahlt. Mit dem Auslaufen der alten Post-Mindestlohnverordnung zum 30. April 2010 hat die Bundesregierung den Tarifparteien den Auftrag erteilt, die tarifvertraglichen Voraussetzungen für eine erneute Verordnung zu schaffen. Ver.di befürchtet, daß der AGV NBZ dieser Anforderung nicht nachzukommen gedenkt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.05.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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