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Diskriminierung: Novartis muß zahlen

New York. Wegen der Diskriminierung weiblicher Mitarbeiter ist der Schweizer Pharmariese Novartis in den USA zu einer Strafzahlung von 250 Millionen Dollar (202 Millionen Euro) verurteilt worden. Ein Bezirksgericht in Manhattan verhängte die Strafe am Mittwoch wegen der Benachteiligung von rund 5600 ehemaligen und gegenwärtigen weiblichen Angestellten, teilten die Anwälte von zwölf Geschädigten mit. Die ehemaligen Novartis-Mitarbeiterinnen hatten eine Sammelklage eingereicht. Das Gericht hatte ihnen zuvor bereits 3,3 Millionen Euro Schadenersatz zugesprochen.

Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, daß die US-Tochter von Novartis Frauen und Männer ungleiche Löhne zahlte, weibliche Angestellte bei Beförderungen überging und schwangere Mitarbeiterinnen unfair behandelte. Dem Schweizer Unternehmen drohen nun weitere Schadenersatzforderungen. Novartis will gegen das Urteil Berufung einlegen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2010, Seite 15, Feminismus

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