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Großbritannien mit neuem Unterhaus
London. Die britische Politik hat erstmals seit vier Jahrzehnten
keinen klaren Wahlsieger. Bei der Unterhauswahl am Donnerstag
gewannen die Konservativen zwar deutlich hinzu und wurden
stärkste politische Kraft, verfehlten aber die absolute
Mehrheit. Labour mußte nach 13 Jahren an der Regierung eine
herbe Niederlage hinnehmen. Als dritte Kraft blieben die
Liberaldemokraten hinter den Erwartungen zurück, haben nun
aber eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung. Nach
Auszählung von 641 der 650 Wahlkreise entfielen 302 Mandate
(plus 94) auf die Konservative Partei, 256 (minus 88) auf Labour
und 56 (minus 5) auf die Liberaldemokraten. Kleinere Parteien
stellen mindestens 27 Abgeordnete. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,3
Prozent. (apn/jW)
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