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Merkel legt Athen Daumenschraube an

Berlin. Die Bundesregierung ist weiter nicht zu schneller Hilfe für das stark verschuldete Griechenland bereit. Die BRD werde erst helfen, wenn Athen einschneidende Sparmaßnahmen verfügt habe, verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin. Die Bedingungen für die Milliardenkredite müßten »in aller Ruhe, aller Besonnenheit und auch in aller Entschiedenheit verhandelt werden.« Die Hilfen könnten dann binnen weniger Wochen fließen. Laut Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) könnte eine Gesetzesvorlage allerdings schon kommende Woche erarbeitet werden.

Auf Kritik stieß die harte Haltung Deutschlands bei EU-Partnern. Italiens Außenminister Franco Frattini ermahnte die Bundesregierung zur Solidarität. Auch Österreichs Außenminister Michael Spindelegger setzte sich für ein schnelles Vorgehen ein.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.04.2010, Seite 1, Inland

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