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UNO besorgt über Lage in Haiti

Port-au-Prince. Drei Monate nach dem schweren Beben in Haiti haben sich die Vereinten Nationen besorgt über die begonnene Räumung von Notunterkünften in der Hauptstadt Port-au-Prince gezeigt. Niemand hätte erwartet, daß die Menschen noch vor der Regenzeit etwa aus Schulen oder Markthallen vertrieben werden sollen, sagte UN-Sprecherin France Hurtubise am Montag (Ortszeit) in der haitianischen Hauptstadt. Sie forderte die Eigentümer der Häuser auf, ihrer Verantwortung für die Erdbebenopfer gerecht zu werden. »Die Menschen dürfen nicht im Stich gelassen werden.« Am Wochenende hatten etwa 7300 Menschen das Fußballstadion der Hauptstadt verlassen müssen. Ein Mitarbeiter der haitianischen Regierung, der nicht mit Namen zitiert werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Tausende Erdbebenopfer weigerten sich, die Notunterkünfte zu verlassen, obwohl ihre Häuser bereits wieder bewohnbar seien. Sie wollten in den Lagern bleiben, weil sie dort keine Miete bezahlen müßten und kostenlos mit Wasser und Lebensmitteln versorgt würden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2010, Seite 6, Ausland

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