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Bundeswehr am Pranger

Berlin. In seinem letzten Jahresbericht als Wehrbeauftragter hat der SPD-Politiker Reinhold Robbe Mißstände in der Bundeswehr ungewohnt scharf kritisiert. Besonders hart ging er am Dienstag in Berlin die Führung des Sanitätswesens an, dessen Inspekteur er Versagen vorwarf. Außerdem würden Soldaten teils unvorbereitet in Auslandseinsätze geschickt und damit gefährdet. Trotz der bekanntgewordenen Rituale in einigen Kasernen bezeichnete Robbe die Innere Führung der Bundeswehr als positiv. Robbe monierte, daß der Ärztemangel in der Bundeswehr immer noch nicht behoben sei. Rund 600 Ärzte fehlten, die Behandlung von Soldaten mit posttraumatischen Störungen nach Auslandseinsätzen sei mangelhaft. Robbes fünfjährige Amtszeit läuft bis Ende April. Nachfolger soll der FDP-Politiker Hellmut Königshaus werden. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.03.2010, Seite 1, Inland

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