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Risikovorsorge für Griechenland-Hilfe

Düsseldorf. Die Bundesregierung bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf eine mögliche Rettungsaktion für das hochverschuldete Griechenland vor. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wolle eine entsprechende Risikovorsorge für eine eventuell notwendige Griechenland-Hilfe im Bundeshaushalt vornehmen, berichtete das Handelsblatt am Wochenende vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Die Risikovorsorge soll demnach nach den Plänen des Finanzministeriums in den Schlußberatungen zum Bundeshaushalt 2010 in der kommenden Woche nachträglich berücksichtigt werden. Der Betrag sei allerdings noch unklar, hieß es weiter. Griechenland steht wegen seiner desolaten Haushaltslage unter Druck. Der Mittelmeerstaat hatte sich 2009 in Höhe von 12,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung neu verschuldet. Erlaubt sind nach den Regeln der EU lediglich 3,0 Prozent. Die Zurückhaltung der Banken bei der Gewährung weiterer Kredite treibt die Zinsen in die Höhe, die Griechenland für seine Anleihen zahlen muß.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.03.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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