Zum Inhalt der Seite

US-Student wegen Karteikarten verhört

Washington. Weil er arabisch beschriftete Karteikarten bei sich hatte, ist ein 22jähriger US-Student von Bundesbeamten am Flughafen von Philadelphia fünf Stunden lang aggressiv verhört. Dies geht aus einer Klage hervor, die die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU gegen die Bundespolizei FBI einreichte. Nicholas George wurde demnach nach einer Sicherheitskontrolle von einem Beamten »mißbräuchlich verhört«. Zunächst wurde er vernommen und dann wurden ihm Handschellen angelegt. Anschließend wurde er für zwei Stunden in eine Zelle gesperrt. Danach verhörten den jungen Mann zwei FBI-Beamte. George war im Rahmen seiner Physik- und Nahost-Studien in muslimischen und arabischsprachigen Ländern unterwegs.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 12.02.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!