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Chinas Justiz will weniger Todesstrafen

Peking. Die chinesische Justiz will die Anwendung der Todesstrafe auf die schwersten Verbrechen beschränken. Das Oberste Volksgericht habe Leitlinien für alle chinesischen Gerichte herausgegeben, wonach die Todesstrafe nur im Falle »äußerst schwerwiegender« Vergehen ausgesprochen werden solle, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag abend. 2008 fanden laut einer Zählung der Organisation Amnesty International von 2 400 Hinrichtungen weltweit mehr als 1700 in der Volksrepublik statt. Derzeit können in China laut Amnesty 68 Vergehen mit dem Tode bestraft werden, darunter auch Bestechung und Drogendelikte. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2010, Seite 6, Ausland

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