Zum Inhalt der Seite

197 Mordanklagen auf den Philippinen

Manila. Gut zweieinhalb Monate nach einem Massaker auf den Philippinen sind 197 Verdächtige wegen Mordes angeklagt worden. Angaben der Justiz in Manila vom Dienstag zufolge ist auch der Chef des Ampa­tuan-Clans und frühere Gouverneur der Provinz Maguindanao, Andal Ampatuan Senior, unter den Angeklagten. Am 23. November waren die Unterstützer und Angehörigen des Vizebürgermeisters von Buluan, Esmael Mangudadatu, in Begleitung von Journalisten auf dem Weg zu einem Wahlbüro überfallen worden. 57 Menschen wurden teilweise schwer mißhandelt, anschließend hingerichtet und in Massengräbern verscharrt. Unter den Toten waren auch Mangudadatus Frau und seine schwangere Schwester. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!