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Anklage wegen Homosexualität

Kuala Lumpur. Der malaysische Oppositionsführer Anwar Ibrahim muß sich seit Mittwoch wegen angeblicher homosexueller Kontakte vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62jährigen vor, im Juni 2008 ein Verhältnis mit einem Mitarbeiter gehabt zu haben. Anwar hat die Anschuldigungen zurückgewiesen und von einem politisch motivierten Prozeß gesprochen. Homosexuelle Kontakte können in Malaysia mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden, außerdem dürfte Anwar in dem islamischen Staat fünf Jahre lang kein politisches Amt ausüben. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.02.2010, Seite 7, Ausland

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