-
04.02.2010
- → Natur & Wissenschaft
Das springende Gen Dornröschen
Das springende Gen (Transposon) »Dornröschen« ist
Molekül des Jahres 2009. Es wurde von einer Jury dazu gemacht.
Im Auftrag der International Society for Molecular and Cell Biology
and Biotechnology Protocols and Researches (ISMCBBPR).
Entwickelt haben das Transposon Zsuzsanna Izsvák,
Zoltán Ivics und Lajos Mátés vom
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Berlin-Buch. Transposons sind molekulare Parasiten, die sich in
Genomen vermehren und dafür sorgen, daß sich das Genom
im Laufe der Evolution verändern kann. Etwa die Hälfte
des Genoms des Menschen stammt von solchen Transposons. Genetische
Veränderungen haben jedoch die große Mehrheit der
Transposons inaktiv gemacht. Aus Fischtransposons, die vermutlich
vor rund 20 Millionen Jahren aktiv gewesen waren, gelang es Ivics
und Izsvák vor über zehn Jahren, ein springendes Gen
»wiederzubeleben«. Sie nannten es in Anlehnung an das
Grimmsche Märchen »Dornröschen« (Sleeping
Beauty), weil sie es nach langem Schlaf aufgeweckt hatten. Die Jury
bewertete das als revolutionär. (ots/
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Natur & Wissenschaft