Zum Inhalt der Seite

Israel: Offiziere gemaßregelt

Jerusalem. Ein Jahr nach dem Gaza-Krieg haben die israelischen Streitkräfte zwei ranghohe Offiziere wegen des Einsatzes von weißem Phosphor zur Rechenschaft gezogen. Die Zeitung Haaretz meldete am Montag, gegen die beiden Kommandeure seien Disziplinarstrafen verhängt worden. Sie hätten angeordnet, die Einrichtung einer UN-Hilfsorganisation mit Phosphorgranaten zu beschießen. Laut einer internen Untersuchung der Streitkräfte hätten sie damit die Gefährdung von Menschenleben in Kauf genommen, berichtete Haaretz. In der Antwort auf den UN-Untersuchungsbericht der sogenannten Goldstone-Kommission zum Gaza-Krieg hatte Israel am Freitag erklärt, die Armee habe keine Zivilisten vorsätzlich getötet.

(apn/AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!