Zum Inhalt der Seite

Kampagne für das Leben von Müttern

Berlin. Eine Kampagne unter dem Motto »Mutter werden. Ohne zu sterben« will die Menschenrechtsorganisation Amnesty International im März in Deutschland starten. Hintergrund ist die extrem hohe Müttersterblichkeit in vielen insbesondere afrikanischen Ländern. Laut Amnesty ist keines der sogenannten Millenniumsziele der Vereinten Nationen weiter davon entfernt, erreicht zu werden als jenes, die Müttersterblichkeit bis 2015 weltweit um drei Viertel zu senken. Die afrikanischen Länder Sierra Leone und Burkina Faso werden im Mittelpunkt der Kampagne stehen. Sierra Leone hat die höchste Müttersterblichkeit weltweit: Jede achte Frau stirbt hier während einer Schwangerschaft oder Geburt.

Unterdessen begann am Donnerstag Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) eine Afrika-Reise. Er besucht Ruanda, Mocambique und die Demokratische Republik (DR) Kongo. Aus diesem Anlaß machte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) auf die dramatische Gesundheitssitua­tion, insbesondere von Frauen, in diesen Ländern aufmerksam. In Ruanda stirbt laut DSW eine von 16 Frauen bei Schwangerschaft und Geburt, in der DR Kongo sogar eine von 13. Die meisten dieser Todesfälle wären nach Angaben der Entwicklungshilfeorganisa­tion vermeidbar, wenn die Geburten durch einen Arzt oder eine ausgebildete Hebamme betreut würden und wenn die Frauen Zugang zu Verhütungsmitteln hätten. Niebel müsse sich vor Ort »dafür einsetzen, daß deutlich mehr in Gesundheitssysteme, Familienplanung und Frauengesundheit investiert wird«, forderte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2010, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!