Zum Inhalt der Seite

Angeblicher Terrorist meldet sich zu Wort

Hamburg. Nach Berichten über einen vom US-Geheimdienst CIA geplanten Mord an einem früher als Terrorhelfer verdächtigten Deutsch-Syrer aus Hamburg hat sich das potentielle Opfer zu Wort gemeldet. »Es ist kaum in Worte zu fassen«, sagte der Kaufmann Mamoun Darkazanli den ARD-Tagesthemen vom Mittwoch abend. »Es macht mich sprachlos, ehrlich gesagt. Das ist ein Mordauftrag«, so Darkazanli.

Einem zu Wochenbeginn in Deutschland bekannt gewordenen Artikel des US-Magazins Vanity Fair zufolge sollen Söldner im Auftrag der CIA nach den Terroranschlägen vom 11.September 2001 in New York und Washington die Exekution Darkazanlis vorbereitet haben. Sie sollen sich dazu wochenlang in Hamburg aufgehalten, letztlich aber kein grünes Licht erhalten haben. Die geheime Operation wurde laut Vanity Fair ohne Wissen der Bundesregierung angeordnet. Die Hamburger Staatsanwaltschaft kündigte an, den Sachverhalt auf eine mögliche Verabredung zu einem Mord zu prüfen.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.01.2010, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!