-
07.01.2010
- → Inland
Stasijagd geht weiter
Forst/Potsdam. Kurz vor den ersten Direktwahlen von Landräten
in Brandenburg geht die Stasi-Debatte weiter. Der im Landkreis
Spree-Neiße kandidierende Diethelm Pagel (Die Linke) soll
inoffiziell für das Ministerium für Staatssicherheit der
DDR (MfS) gearbeitet haben. Das ergab nach Angaben der
Kreisverwaltung vom Mittwoch eine Überprüfung durch die
Birthler-Behörde. Demnach gebe es Hinweise darauf, daß
Pagel während seiner Armeezeit im November 1975 eine Berufung
zum »Gesellschaftlichen Mitarbeiter des
Staatssicherheitsdienstes« (GMS) unterschrieben und Berichte
abgegeben haben soll. Pagel wies das zurück. »Ich habe
keine Verpflichtung unterschrieben und wurde auch nicht als
inoffizieller Mitarbeiter mit Decknamen geführt«, sagte
der Vorsitzende der Linkspartei von Cottbus/Spree-Neiße.
Seine MfS-Kontakte seien nur dienstlich gewesen. »Dazu war
ich in meiner Tätigkeit im Chemiefaserwerk Guben
verpflichtet«, sagte er. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland