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30.04.2026, 09:24:23
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Pressefreiheit in BRD im Niedergang
Berlin. In der weltweiten Rangliste der Pressefreiheit ist die BRD erneut zurückgefallen und liegt nur noch auf Platz 14 und damit drei Ränge schlechter als im Vorjahr. Das teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) anlässlich des Tags der Pressefreiheit am 3. Mai mit. Journalistinnen und Journalisten sehen sich laut Bericht zum einen Bedrohungen im Netz und auf der Straße ausgesetzt.
Außerdem nennt die Organisation als Grund vor allem ein raueres Arbeitsklima. Themen wie die Nahostberichterstattung führten demnach zu erschwerten Bedingungen in Redaktionen und wachsendem Druck auf Medienschaffende. Insgesamt berichteten viele Journalistinnen und Journalisten von Hass, Diffamierung und einem Vertrauensverlust gegenüber Medien.
Weltweit hat sich die Situation der Pressefreiheit den Angaben zufolge weiter verschlechtert. Erstmals in der 25jährigen Geschichte der Rangliste würden mehr als die Hälfte aller untersuchten Länder und Territorien in die Kategorien »schwierig« oder »sehr ernst« fallen. Nur noch in sieben Ländern sei die Lage »gut« – dort lebt laut RSF lediglich rund ein Prozent der Weltbevölkerung. Spitzenreiter ist erneut Norwegen, das zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz belegt. Dahinter folgen unter anderem die Niederlande und Estland.
RSF sieht vor allem im rechtlichen Bereich deutliche Rückschritte. In vielen Staaten werde Journalismus zunehmend kriminalisiert, etwa durch Gesetze unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung oder nationalen Sicherheit. Gleichzeitig wirkten sich Kriege und Konflikte weiterhin massiv auf die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten aus. Die Rangliste vergleicht die Lage der Pressefreiheit in 180 Ländern. (dpa/jW)
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