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Kartellbehörde klagt gegen Intel

Washington. Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat am Mittwoch den Chiphersteller Intel wegen Marktmißbrauchs verklagt. Das meldeten mehrere Internetportale. Die Intel Corp. habe ihre dominante Position dazu verwendet, den Wettbewerb bei Mikrochips zu unterdrücken und ein Monopol zu festigen, heißt es in der Klageschrift. Die FTC wirft dem Chipproduzenten aus Santa Clara vor, Computerhersteller wie IBM, Dell und Hewlett-Packard genötigt zu haben, nur Intel-Chips zu verbauen. Zudem habe Intel verhindert, daß diese Rechner mit anderen Chips vermarkten, und die Prinzi­pien des Fairplay und die Gesetze zum Schutz des Wettbewerbs mit Füßen getreten, sagte Richard A. Feinstein, Director des FTC-Wettbewerbsbüros. Ein Intel-Sprecher bestätigte den Eingang der Klageschrift.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.12.2009, Seite 1, Kapital & Arbeit

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