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Verdächtige in ­Guinea verhaftet

Conakry. Nach dem gescheiterten Attentat auf den Staatschef in Guinea sind mehrere Bewohner der Hauptstadt Conakry verhaftet worden. Betroffen waren Personen, die enge Beziehungen zu dem Kommandeur der Präsidentengarde unterhalten haben sollen. Dieser hatte am Donnerstag vergangener Woche den Militärmachthaber Moussa »Dadis« Camara angegriffen und verletzt. Mindestens drei Militärfahrzeuge mit Soldaten fuhren am Montag nach Augenzeugenberichten durch die Straßen von Conakry und verfolgten einen Medizinmann, der dem flüchtigen Attentäter Abubakar »Toumba« Diakité gedient haben soll. Der Medizinmann wurde dabei beschossen und verletzt, so Augenzeugen. Mindestens vier Personen wurden verhaftet.

Der Außenminister des westafrikanischen Staates, Alexandre Cece Loua, sagte am Montag in der marokkanischen Hauptstadt Rabat, Staatschef Camara sei nach seiner Behandlung im Krankenhaus bei Bewußtsein. Ein Arzt erklärte, Camara habe eine schwere Schädelverletzung.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2009, Seite 6, Ausland

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