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Guinea: Staatschef nach Attentat ausgeflogen

Conakry. Der Staatschef von Guinea ist nach einem Attentat am Freitag zur medizinischen Behandlung nach Marokko geflogen worden. Am Abend zuvor hatte der Kommandeur der Präsidentengarde, Abubakar »Toumba« Diakité, auf Staatschef Moussa »Dadis« Camara geschossen und ihn verletzt. Dadis Camara hatte sich im Dezember 2008 nach dem Tod des Militärherrschers Lansana Conté an die Macht geputscht. Am 28. September waren Massenproteste in einem Massaker geendet, für das Toumba direkt verantwortlich gemacht wird. Soldaten der Präsidentengarde eröffneten damals das Feuer auf eine Menge von rund 50000 Menschen im Stadion von Conakry. Nach amtlichen Angaben starben 57 Menschen. Menschenrechtsgruppen sprechen von 157 Toten. Zudem soll es bis zu 1200 Verletzte gegeben haben.

(AP/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.12.2009, Seite 2, Ausland

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