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Busunternehmen wittern Morgenluft

Berlin. Nachdem CDU, CSU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag die Aufhebung des Verbots von Fernbuslinien vereinbart haben, stehen viele Unternehmen »in den Startlöchern«. Das sagte der Sprecher des Verbandes Deutscher Omnibusunternehmen, Martin Kaßler, der Berliner Zeitung vom Montag. Die Branche könne den Verbrauchern »preislich attraktive Angebote« machen, die 30 bis 40 Prozent unter denen der Deutschen Bahn lägen. Der Bedarf an Fernbusverbindungen sei riesig, so Kaßler. Das zeige allein die Buslinie zwischen Hamburg und Berlin mit 400000 Fahrgästen jährlich. Das zum Schutz der Bahn verfügte Verbot wurde 1931 erlassen. Für Westberlin gab es wegen der deutschen Teilung eine Ausnahmeregelung, die nach dem Anschluß der DDR nicht widerrufen wurde. Schienenverbände fürchten schwere Wettbewerbsnachteile, da für Busse – anders als bei der Bahn– keinerlei Streckennutzungsgebühren anfallen würden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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