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Bespitzelungsaffäre bei Edeka

München. Die zu Edeka gehörende Supermarktkette Simmel läßt ihre Mitarbeiter nach einem Bericht des Magazins Focus bereits seit Jahren systematisch bespitzeln. Privatdetektive hätten heimlich Hausvisiten bei krank gemeldeten Mitarbeitern vorgenommen und nach Schichtende Privatautos der Angestellten durchsucht, berichtet das Magazin unter Berufung auf interne Geschäftspapiere. Betroffen waren demnach Supermarktangestellte der bundesweit 32 Edeka-Simmel-Filialen. Aus Verträgen und einer Arbeitsanweisung vom 12. Januar 2009 geht dem Focus-Bericht zufolge hervor, daß die beauftragten Detektive pro Woche 20 Wagen kontrollierten. »Wenn Mitarbeiter sich weigern, den Wagen zu öffnen, drohen wir damit, die Polizei zu rufen und verweisen darauf, daß dieses arbeitsrechtliche Konsequenzen haben werde«, berichtete ein Detektiv dem Magazin. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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